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Handwörterbuch der musikalischen Terminologie

 

Das Handwörterbuch der musikalischen Terminologie (HmT) ist ein abgeschlossenes Projekt der    Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Es behandelt in detaillierten Monographien die Herkunft und Bedeutung musikalischer Fachwörter, indem es deren Begriffs- und Bedeutungsgeschichte umfassend aufarbeitet und lexikalisch darstellt. Als überhaupt erster Versuch einer enzyklopädischen Dokumentation und Reflexion der musikalischen Begriffsprägung in Geschichte und Gegenwart ist das HmT als ein musikterminologisches Periodikum konzipiert, das gleichzeitig als historisches Nachschlagewerk dient. Es will zum Verstehen musikalischer Sachgeschichte aus der Perspektive der damit verknüpften Geschichte musikalischer Terminologiebildung beitragen und zugleich unreflektierter und dogmatischer Wortverwendung entgegenwirken (vgl.    Vorwort).

Die pädagogische Grundintention des HmT ist von dem Gedanken getragen, "daß bei allem reflexiven Umgang mit Musik, beim Nachdenken, Sprechen und Schreiben, Lernen und Lehren, die musikalische Begriffssprache das wichtigste Werkzeug ist. Der Bereitstellung, geschichtlichen Durchdringung und wissenschaftlichen Präzision dieses Werkzeugs dient das HmT" (Eggebrecht).

Um den Zugang zu diesem Werkzeug denjenigen Interessenten zu erleichtern, die bisher aus Kostengründen auf Bibliotheksexemplare des HmT angewiesen waren, sind im Rahmen der Internet-Präsenz des Staatlichen Instituts für Musikforschung die allen HmT-Monographien vorangestellten Übersichtsabschnitte (Dispositionen), die als ausführliche Inhaltsverzeichnisse der Beiträge gedacht sind, online zugänglich. Sie ermöglichen es, sich schon vor Benutzung der gedruckten Publikation über die aufgenommenen Beiträge und ihre Gliederung zu informieren. Indem die hier zugänglichen Abschnitte über die wesentliche Inhalte der Begriffsgeschichte und die Stadien der terminologischen Entwicklung Aufschluß geben, vermögen sie die Konsultation der ausführlichen Begriffsmonographien zwar nicht zu ersetzen, aber doch zu lenken im Blick auf eine anschließende Lektüre.

In welcher Weise diese Übersichtsinformationen im Hauptteil der Artikel durch detaillierte Argumentation erläutert und vor dem Hintergrund ausführlich zitierter Belege entfaltet werden, veranschaulichen exemplarisch die drei hier vollständig aufgenommenen HmT-Monographien Consonantia – dissonantia / Konsonanz – Dissonanz (Michael Beiche), Melodia / Melodie (Markus Bandur) und Sonatenform, Sonatenhauptsatzform (Hans-Joachim Hinrichsen).

In zahlreichen Beiträgen sind Begriffsfelder oder zusammengehörige Termini dargestellt. Da aus diesem Grund das Inhaltsverzeichnis keinen ausreichenden Überblick über alle behandelten Bezeichnungen zu vermitteln vermag, wird die Konsultation des periodisch aktualisierten Stichwortregisters angeraten, das sämtliche im Rahmen des HmT behandelten Ausdrücke verzeichnet.

Das HmT wurde nach Hans Heinrich Eggebrecht von Albrecht Riethmüller herausgegeben. Es erschien von 1972 bis 2005 im Franz Steiner Verlag (Wiesbaden, seit 1984 Stuttgart) in Loseblattform und freier alphabetischer Folge in ein bis zwei Auslieferungen (zu je ca. 100 Druckseiten) pro Jahr.

Markus Bandur