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Kirsten Reese / Michael Harenberg

Wann: Sa 25.03.2017, 18:00 Uhr
Wo: Folkloresaal

Den Fairlight CMI (Computer Musical Instrument), 1979 einer der ersten digitalen Synthesizer und Sampler, umgibt die Aura der fernen Frühzeit des Digitalen. Trotz der im Vergleich zu heutiger Klangsynthese und Sampling extrem geringen Datengröße und Auflösung sind die Klänge des Instruments faszinierend schön. Die Komposition the lightest words had the weight of oracles von   Kirsten Reese basiert auf der spezifischen Klanglichkeit und der digitalen Funktionsweise des Fairlight. Die Klangsynthese mit Obertönen wurde nicht zur Gestaltung homogener Klangfarben eingesetzt, sondern um kurze geloopte Floskeln zu generieren, die als langsam mäandernde Töne in der Tiefe über quasi-melodische Einheiten in der Mitte bis zu kurzen gesprazzelten Sounds in der Höhe erklingen und die Struktur der 13 kurzen Stücke der Komposition prägen.

Sebastian Berweck – Fairlight CMI
Seth Josel – E-Gitarre

In einem zweiten, gerade entstandenen Stück, performt von Kirsten Reese, wird mit weiteren Klanglichkeiten und digital/algorithmischen Manipulationsmöglichkeiten experimentiert.

  Michael Harenberg Professor für Musikalische Gestaltung und Medientheorie in Bern und derzeit Edgar Varèse-Gastprofessor an der TU Berlin, spielt mit dem Yamaha CX5M einen der ersten auf dem Prinzip der Frequenzmodulation basierenden digitalen Synthesizer aus den 1980er-Jahren, an deren Anfang der berühmte DX7 steht. Der brachial klingende CX5M-Synthesizer ist in einen frühen MSX-Spielecomputer eingebaut, was einen algorithmischen Zugriff auf die Klangsynthese wie auch auf die Musik selbst ermöglicht. Harenberg spielt mit den Möglichkeiten dieses frühen digitalen Instruments, das auch am Beginn seiner eigenen Laufbahn als Computermusiker stand.

Eintritt 14, ermäßigt 8 Euro
Kartenvorbestellung unter: 030/254 811 78 oder kasse@mimpk.de

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch Unterstützung des